Fragen zu: Nachbehandlung/Sonstiges
Frage:
Guten Tag, mein Sohn
ist 3 Jahre alt und wurde vor 15 Monaten herztransplantiert. Momentan hat
er über den Urin einen Eiweissverlust (Sammelurin 900 ml = 445 mg/l
Gesamtprotein) Meine Frage ist es möglich, dass es durch die Medikamete
Cyclosporin (Ciclosporin) wie z.B. Sandimmun und Mycophneolatmofetil (MMF)
wie z.B. Cellcept zu einer
Eiweissausscheidung im Urin kommen kann?
Es ist richtig, dass
eine langdauernde Behandlung mit Cyclosporin (wie z.B. Sandimmun®) auch
zu Nierenschäden führen kann, die sich auch in einer Eiweißausscheidung
äußern kann. Dieses Risiko nimmt man in Kauf, weil durch dieses
Medikament ja überhaupt das Weiterleben nach der Herz-Transplantation möglich
wird. In Ihrem Fall erscheint jedoch die Zeitdauer der Einnahme noch bei
weitem zu kurz. Bei Mycophneolat-Mofetil (z.B. CellCept ®) sind solche
Nebenwirkungen extrem selten.
Allerdings sind Kinder,
bei denen eine Herztransplantation notwendig geworden ist, meist vor der
Transplantation über längere Zeit schwerst krank und auch dabei kann ein
Schaden an den Nieren entstehen.
Eine
Empfehlung zu weiteren Untersuchungen oder Behandlungen zu geben ist sehr
schwierig; sicher sollte der Befund zunächst kontrolliert werden und ein
Ultraschall der Nieren und ableitenden Harnwege erfolgen. Wenn diese
Kontrollen Auffälligkeiten ergeben, muss eine reguläre Abklärung der
Proteinurie erfolgen
Frage:
was ist genau eine
lymphansammlung (serome) ?
Zu einem Serom kommt es
meist nach Operationen, wenn Lymphgefäße verletzt wurden und der
Lymphtransport nicht wie vorgesehen funktioniert.
Die Lymphflüssigkeit
ist ein Teil des Gewebewassers und wird normalerweise in speziellen
Lymphgefäßen wieder in den Blutkreislauf eingeschleust.
Bei einer
Nierentransplantation muss die zu transplantierende Niere vorbereitet
werden, dabei werden auch ein Teil der Lymphgefäße entfernt. Dadurch
kann es zu einer Lymph-Ansammlung kommen, die sich aber normalerweise nach
einiger Zeit wieder zurückbildet.
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