Blutdruckeinstellung nach NierentransplantationBei vielen Patienten mit Niereninsuffizienz besteht bereits vor der Nierentransplantation ein erhöhter Blutdruck, der oft mit einer Vielzahl von Medikamenten behandelt werden muss. Durch die nach der Transplantation nötigen immunsuppressiven Medikamente wird dieses Problem oft noch verstärkt. So können insbesondere die Medikamente Cyclosporin (z.B. Sandimmun, Cicloral) und Tacrolimus (Prograf) und die Cortisonpräparate einen bestehenden Bluthochdruck verschlechtern oder zu einem Bluthochdruck führen. Leider schädigt ein schlecht eingestellter Blutdruck die transplantierte Niere (wie auch die eigenen Nieren und alle anderen Gefäße im Körper) ganz erheblich. Um die Blutdruckeinstellung zu erleichtern, empfehlen wir daher allen Patienten, nach Transplantation täglich mindestens einmal, besser noch 2-3 mal (vor allem im ersten Jahr nach Transplantation) den Blutdruck zu messen und in ihrem Patiententagebuch einzutragen. Damit kann der behandelnde Nephrologe oder das Transplantationszentrum schnell erkennen, ob die Medikamente angepasst werden müssen, ob sie anders verteilt werden sollten oder ob zusätzliche Medikamente nötig sind. Sie selbst als Patient können auch einen großen Beitrag zur Senkung des Blutdrucks leisten: Wenn Sie darauf achten, dass Ihr Gewicht im Normalbereich liegt und Ihr Herz kein Übergewicht mit versorgen muss, haben sie sich im Verhältnis zum Übergewichtigen oft bereits ein bis zwei Tabletteneinnahmen gespart. Auch ein leichter Ausdauersport
hilft dem Herz, gesund zu bleiben. Fragen Sie Ihren (c) Prof. Dr. Mann und Dr. med. Martin Pachmann
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