Fragen zu: Wie wird ein Lebendspender untersucht?

Frage:

Ist es möglich, eine Niere zu spenden, wenn man Rheuma hat und eine (bisher) benigne monoklonale Gammopathie?

Dr. Pachmann:

In aller Regel ist eine monoklonale Gammopathie ein Ausschlussgrund für eine Nierenspende, da diese Erkrankung ein deutlich erhöhtes Risiko einer Niereninsuffizienz in sich birgt und eine Nierenspende damit den Spender selbst zu einem Dialysepatienten machen könnte.

Rheuma an sich ist ein weit gefasster Begriff, doch auch rheumatische Erkrankungen können, z.B.  bei Entwicklung einer Amyloidose, zu einer Niereninsuffizienz führen.

Bei den Vorbereitungsuntersuchungen zur Nierenspende müsste daher genau abgewogen werden, ob das Risiko einer Nierenspende nicht zu hoch ist.

Wenn beide Erkrankungen vorliegen, unwahrscheinlich, dass ein Transplantationszentrum in Kenntnis der beiden Erkrankungen zu einer Lebendspende rät.