Blutwäsche (Hämodialyse)
Wenn Sie selbst Ihre Venen unter der Haut am Arm betasten und etwas drücken, dann merken Sie, dass in den Venen wenig Druck herrscht. D.h. normalerweise fließt relativ wenig Blut in den oberflächlichen Venen und man kann sie leicht abdrücken. Ist aber die Vene an eine Schlagader angeschlossen, dann wird die Vene mit einer großen Menge Blut durchströmt und fühlt sich prall an. Warum braucht der Patient einen Shunt?Für die Blutwäsche muss dreimal pro Woche eine Kanüle in den Shunt gestochen werden, um das Blut zur Dialyse aus dem Körper zu pumpen. Ein so häufiges Anstechen (Punktieren) verträgt eine normale Ader (Vene) nicht; sie würde sich entzünden und verkleben, außerdem fließt nicht genügen Blut durch sie hindurch. Die Schlagadern wiederum sind zu schmal zum Punktieren und liegen recht verborgen. Deswegen muss für die Dialyse ein Shunt operiert werden.
Die Nadeln werden mit Plastikschläuchen verbunden, die in eine Blutpumpe eingespannt werden. Nun kann das Blut aus dem Shunt gepumpt werden. Durch die Schläuche fließt das Blut in die eigentliche künstliche Niere, den Dialysator. (c) Prof. Dr. Mann und Dr. med. Martin Pachmann
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